Ich weiß, ich bin in der Berichtspflicht noch etwas schuldig. Also, das Fasten ist gut und erfolgreich gelaufen. Ich habe jetzt 2 Wochen später 3 Kilo weniger auf den Rippen, Norbert 5 Kilo. Das ist doch was!
Beide haben wir uns in der Fastenwoche wohl gefühlt, weil einfach der Entschluß da war, das zu machen, ohne Zaudern. Man muß es wollen. Dann haben wir beide Gemüsesaft, Obstsaft und Gemüsebrühe zu uns genommen, also kein Null-Diät. Sondern Dinge, die Mineralstoffe und Vitamine enthalten, das macht das Durchhalten leichter, wenn man in kritischen Momenten eine würzige Gemüsebrühe schlürfen darf, und wenn man weiß, dass man keinen Mangel erleidet.
Parallel haben wir auf Bewegung geachtet. Spazieren gehen, langsames laufen. Und jetzt nach dieser Woche verzichten wir beide konsequent in unserer Ernährung auf zuckerhaltige und weißmehlhaltige Nahrungsmittel. Das wirkt. Heute nachmittag werden wir wieder zusammen laufen, da werde ich dann ein aktuelles Bild von Norbert machen. Der Leser möge vergleichen, ob man schon "was sieht".
Mein Leserbrief von gestern ist in beiden Lokalzeitungen aufgenommen worden. Das Badische Tagblatt hat beide Fotos ohne Quellenangabe genommen, einen Sprecher von der Bahn gefragt, einen von der Gemeinde und einen vom KVV (Karlsruher Verkehrs-Verbund) und daraus ein BT-typischen Mischartikel gemacht. Aber immerhin, ich werde zitiert und die Sache ist öffentlich geworden.
Der Acher-Bühlerbote, Ableger der Badischen Neusten Nachrichten, hat, wie oft, solider und klarer berichtet. Auch der ABB hat bei der Bahn und der Gemeinde nachgefragt und deren Stellungnahme wieder gegeben. Aber auch mein Schreiben wird ausführlich und wörtlich zitiert. So weiß der Leser, wer was gesagt hat und kann sich eine eigene Meinung bilden.
Insgesamt ein positiver Vorstoß mit viel Resonanz.
Ansonsten beschäftigt einen natürlich die spannende Frage, wer wird CSU-Parteivorsitzender in Bayern im Herbst. Nach den wochenlangen Schlagzeilen darüber, ob und wann Edmund Stoiber zurück tritt, beschäftigt jetzt die Nachfolgefrage die Medien. Es sind halt auch kantige Figuren, die was hergeben: Der Beckstein, der Erwin Huber und der Seehofer. Die Süddeutsche hat es wieder mal tagesaktuell und hintergründig beleuchtet: Das Duell! Im Fernsehen! Man bedenke: Es geht um den CSU-Vorsitz in Bayern - und dazu ein Fernsehduell. Der Kommentar dazu in der herrlichsten Rubrik, die die Süddeutsche besitzt: Unter Bayern, SZ 23.6.2007, . 42.
"Ein Ja zum Duell
von Christoph Schwennicke
Man weiß nicht, wem man vor allem danken muss; dem Thomas Gruber, dem digitalem Signal als solchem, der Fernsehschüssel oder in Gottes Namen auch Klaus Wowereit: Das Bayerische Fernsehen, kurz der BR, ist jedenfalls auch in Berlin zu sehen. Der Wetterbilder morgens, Bergaufbergab, über Jahrhunderte die immer faltenfreier, dünner und ungesünder aussehende Gesundheitsfrau, die Skigymnastik, der Gernstl unterwegs. Heimat auf Knopfdruck, Kanal 13 auf der Fernbedienung.
Dieser allgemein beruhigende Umstand bekommt nun vor dem Hintergrund jüngster Ereignisse eine sehr aktuelle Dringlichkeit. Der junge Vater Horst Seehofer ist auf die Idee gekommen, im Kampf um den Parteivorsitz in der CSU ein Fernsehduell mit seinem Widersacher Erwin Huber vorzuschlagen. Der mediale Bezug? Na klar, der BR.
Die Idee muß erst einmal sacken. Geistige Kleinkrämer mögen in einem ersten Kurzschluss quasi verfassungsrechtliche Bedenken anmelden. Es wählt schließlich nicht das bayerische Volk den neuen CSU-Vorsitzenden, sondern die Delegierten eines Parteitages, es ist also nicht einfach nur eine lokal heruntergebrochene Version des Fernsehduells von Kanzler(in) und Kanzlerkandidat(in). Wie gesagt, kleinkarriert, und auch noch falsch: Natürlich ist das bayerische Volk die CSU, natürlich ist auch der BR irgendwie die CSU, wie genau ist dabei nicht klar, denn jeder öffentlich-rechtliche Sender ist bekanntlich qua Staatsvertrag überparteilich. Nun scheint die Sache ja Gestalt anzunehmen, auch wenn der BR im Augenblick etwas eiert, wem er nun was schon zugesagt hat. Nichts ist weniger aufzuhalten, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist. Also setzt sich am besten an die Spitze der Bewegung, wer vorneweg sein will und hinterher Recht hatte. Wir sprechen uns hiermit für DAS DUELL aus.
Ein paar Anschlußfragen müssen geklärt sein. Darf Seehofer in Anlehnung an Schröders Wahlschlager den rührenden Satz sagen, dass er seine (beiden) Frau(en) über alles liebe? Stehen sie, oder sitzen sie, kriegt Huber ein Podest? Und: Wer moderiert? Natürlich muß der BR moderieren, also unser Sigmund Gottlieb. Es gäbe nur einen, der noch traumhafter wäre. Eine Idee? Kürzlich hat doch jemand gesagt, dass er weiterhin seine Kommentare zu Belangen der CSU abgeben werde. Dämmert's? Kleiner Tipp: Der versteht was von Fernsehduellen und wohnt in Wolfratshausen."