Montag, 16. Juli 2007

Hochzeitsfest im Mildterhof

Meine Arbeitskollegen Michael und Imke sowie die Schwester von Imke, Christine, und Jürgen, haben geheiratet. Die große Feier für Verwandte und Freunde sollte nun in der Nähe von Heide, wo Imke und Christine herkommen, statt finden. Dieser Termin war für mich der Anlaß meine Nordschleife zu ziehen, über Stuttgart, Berlin, Boostedt, Tönning bis hin zum Ort des Festes, dem Mildterhof.

Marktplatz in Husum


Und so fuhr ich am Samstag morgen von Tönning (es regnete - natürlich) nach Husum und von dort nach Friedrichstadt.

Landschaft auf dem Weg von Friedrichstadt zum Mildterhof,
ausnahmsweise regnet es mal nicht


Vom Bahnhof in Friedrichstadt lief ich dann die 4 Kilometer bis zur "Heuberge", dem Mildterhof. Ich war der erste Gast. Da Kaffeetrinkenszeit war, so ca. 15 Uhr, setzte ich mich in das Kaffee. Die Räume waren wie Wohnzimmer eingerichtet, mit Deckchen, Plüsch, Bücherregalen und Sofas. Es gab einen ganz ausgezeichneten selbstgebackenen Kuchen, von dem ich aber nur 2 Stück aß, es hätten 5 sein könne vom Appetit her.

Der Eingang zum Mildterhof

Neben dem Haus mit Küche und Gaststätte gibt es weiteres Gebäude, vermutlich war das früher der Stall. Dort befinden sich mit Heu ausgelegte Räume. Mit einem Schlafsack kann man da wunderbar schlafen.

Hochzeitsgäste

Nun aber gleich "in medias res". Gegen 18 Uhr füllte sich der Hof mit Hochzeitsgästen und den Brautpaaren. Zwischen ihnen wuselte von mir aufmerksam beobachtet eine Frau umher mit Videokamera! Und Mikrofon sowie Mikrofonhalter. Sie ging direkt mit der Kamera an die Leute ran bis 10 cm vor die Nase. Sprang um sie herum und filmte sie von allen Seiten. Parallel unterhielt sie sich mit den Leuten, stellte ihnen Fragen und der Mikrofonhalter sorgte dafür, dass die Antworten gut aufgenommen wurden. So macht man das! Nicht so langweilige Panoramaschwenks wie bei mir!

Ich unterhielt mich mit der Dame und es stellte sich heraus, dass Britta Kollegin beim Sender Pro Sieben/Sat 1 ist und aus Hollywood Beiträge über Promis liefert. Und nett und hilfsbereit wie sie ist, war sie bereit für das 1. Interview, das ich mit der neuen Kamera führte.

Tut mir leid, ich bekomme die Videos nicht geladen! Bitte einen Tag Geduld!

And now, Ladies and Gentlemen, the first interview from Stefan with Britta:

Brittas Hochzeitswünsche!

Und ein Gespräch mit zwei Kindern:
Prinzessin Kaja

Und ein Schwenk zu Lukas und Mike, Sohn und Enkel von Michael:
Hängematten

Natürlich wurde auch getanzt. Leider wurde die Musik erst so ab 1 Uhr richtig gut. Da lag ich schon im Heu. Es war irgendwie nicht mein Tag, muß ich zugeben. Es war ein schönes Fest, der Mildterhof ist eine Reise wert, aber irgendwie war ich einfach nicht in Form ...

Samstag, 14. Juli 2007

Tönning

Weiter gings nach Tönning - immer mit der Bahn und meinem große Rucksack. Von Boostedt nach Neumünster mit einer Privatbahn, von Neumünster nach Husum mit der Deutsche Bahn und von Husum nach Tönning wieder eine andere Privatbahn. Und das mit der BahnCard, die nur zu 25% zählt, obwohl ich eine Bahncard 50% habe.

Es macht mir trotzdem Freude mit diesen moderen Schienenbussen (die Privatbahnen haben Dieselloks) durch die grüne Landschaft zu gleiten. Und da es viel regnet, kann man eigentlich nichts besseres machen, als Bahn fahren. Nur Kaffe müßte es an Bord geben und ein Raucherabteil!

Marktplatz und die Kirche, wo meine Eltern getraut wurden


Der Eingang der Kirche

Warum Tönning? Weil da meine Mutter geboren ist und ich als kleines Kind ein paar Mal bei meiner Großmutter zu Besuch war. Das war so in den 50iger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Seit dem hat sich nicht wirklich etwas geändert. Außer: Es gibt keine Krabben mehr und es gibt keine Fischkutter mehr. Die Boote, die da noch liegen sind entweder Nostalgie oder Freizeitschiffe. Für die Fischer mit ihren relativ kleinen Booten lohnt sich der Fischfang nicht mehr, sie kommen gegen die großen Pötte nicht an. Jetzt versucht Tönning sich als Tourismusort zu profilieren. Es gibt ein Schwimmbad, ein Wattmuseum, Campingplatz. Was wirklich immer wieder erfrischend ist, ist die klare Luft. Die tut richtig gut.


So sahen die Krabbenkutter aus,
die bis vor 20 Jahren noch raus zum Fang fuhren

Der Hafen bei Regen und Ebbe

Mittwoch, 4. Juli 2007

Manfred

Besuch bei einem Bürgermeister

Nach dem Besuch in Berlin zog ich am Mittwoch, 27.6., weiter zu Manfred nach Boostedt. Das liegt in der Nähe von Neumünster. Ich kenne ihn von der Tour de Ländle, wo er zweimal mitgefahren ist. Als geübter Radfahrer war die Tour kein sportliches Drama für ihn, sondern ein Erlebnis, das er genießen konnte, um Landschaft und Leute zu beobachten.

Mir fielen seine Kommentare und Beobachtungen zu Themen der Ortsgestaltung oder der Verkehrsführung auf, wenn wir durch irgendwelche Dörfer im Allgäu oder Kraichgau fuhren. Und siehe da, Manfred hat eine kommunalpolitische Vergangenheit! Er war mal Bürgermeister in Boostedt! Zwar nur für drei Jahre, aber immerhin. Der alte Bürgermeister fiel aus (ich weiß nicht mehr warum) und da hat der Gemeinderat Manfred zum Nachfolger gewählt. In Schleswig-Holstein werden die Bürgermeister immer vom Gemeinderat gewählt.

In diesen drei Jahren hat Manfred eine Menge bewegt und verändert, davon konnte ich mich jetzt selber überzeugen. Und die Bürger achten ihn, das habe ich auch mitbekommen. Leider war Manfred in der falschen Partei (SPD), so dass der Gemeinderat mit seiner CDU-Mehrheit ihn nach der nächsten Kommunalwahl nicht bestätigte.

Hier nun kommt Manfred nach einem langen Arbeitstag nach Hause, ich überrasche ihn mit meiner nigelnagelneuen Video-Kamera. Und das ist der 1. Clip, den mein Computer verarbeiten kann (die mit einem Mac gespeicherten Clips liest er nicht).

Manfred kommt nach Hause (Videoclip)

Und hier sitzen wir beiden Hübschen auf der Terrasse und lassen uns von Sohn Paul fotografieren. Die Nacht zuvor war ziemlich kurz, wir besuchten das berüchtigte "Rossini" und hatten einen Wein zuviel getrunken. Über was Männer halt so reden, wenn sie alleine sind ... Schön war's!


Manfred und ich

Ich und Manfred

Das ist der Bahnhof von Boostedt - 10 Minuten bis Neumünster


Es waren 2 schöne Tage und ich muß sagen: der richtige Bürgermeister für Bosstedt ist Manfred! Da lebt er mit Herz und Verstand und kann für den Ort gute Politik machen. Manfred, wenn das klappt, komme ich und helfe Dir, den Alkohol bei der Siegesfeier zu vernichten!