Freitag, 25. Mai 2007

Gesundschrumpfen, Entlassen, Börse = SPD

"Wir müssen 30 000 Mitglieder entlassen, damit wir gesund schrumpfen und die SPD rechtzeitig zur Bundestagswahl an die Börse bringen können"
Stern, 24.5.2007

Gefällt mir gut die Karrikatur, weil sie so schön absurd ist, aber doch voll in die Zeit paßt.

Entlassungen, "gesund" schrumpfen, Börse - dieserDreiklang bestimmt oft das wirtschaftliche Handeln. Er suggeriert, dass das Ziel eines Unternehmens die Realisierung maximaler Profite ist. Es gibt aber auch andere Unternehmesziele: ein gutes Produkt, auf dass Unternehmer wie Mitarbeiter stolz sind; die moralisch-ethische Verantwortung eines Unternehmers für seine Mitarbeiter; die Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl.

Dass Unternehmen Gewinne machen müssen, ist klar. Aber darüber andere Ziele zu vernachlässigen oder ganz bewußt zu vergessen und zu unterdrücken, ist in vielerlei Beziehung verwerflich und auf Dauer auch nicht erfolgreich.

Und die SPD? Wird zerrieben zwischen ihren Traditionen als Arbeitnehmerpartei, den harten Grausamkeiten des Marktes (der schon immer Weltmarkt war, also globalisiert) und dem selbst aufgelegten Zwang, auf jeden Fall mitzuregieren ("Opposition ist Scheiße", Müntefering).

Mal sehen, wieviele Mitglieder die SPD bei den nächsten Bundestagswahlen hat. Heute (Mai 2007) sind es 556.000.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Danke sehr an den Webmaster.

Gruss Tina